Ja, Zaubern muss gelernt sein! Das merkten auch die 17 Kinder, die in der letzten Septemberwoche zu uns ans Konzert Theater Bern kamen. Otfried Preusslers Jugendroman «Krabat» stand auf dem Programm, denn dieser bildet die Grundlage des diesjährigen Weihnachtsmärchens. Zauberhaft wird die Geschichte des jungen Zauberlehrlings Krabat erzählt und für Kinder ab 8 Jahren ein Erlebnis werden.

Aber nun zurück zu unserer Woche im September.

Am Montag erwarten uns 17 aufgerete Kinder vor dem Stadttheater. Sie wissen noch nicht was sie in der nächsten Woche alles erleben werden. Unter den vielen neuen Gesichter entdecken wir auch ein paar altbekannte Wiederholungstäterinnen und Wiederholungstäter.

Im Ballettsaal des Stadttheaters haben wir eine veritable Zauberkammer eingerichtet und kurz nach einem gemeinsamen Sprung ins Theater rein, nehmen die Kinder den Raum ein.

Wer war denn dieser Krabat eigentlich, der in der Mühle eines Hexenmeisters als Mühlknappe anfängt. Beim Vorlesen einiger Ausschnitte aus der Geschichte wird es immer ganz still und 17 aufmerksame Ohrenpaare tauchen ein in die Geschichte und befinden sich plötzlich in der Mühle im Koselbruch nahe von Schwarzkollm.

    

Nach dem Zuhören ziehen sich die Kinder zum Malen zurück. Sie halten ihre Gedanken zu der Geschichte und zum Waisenjungen Krabat in ihrem Notizheft fest.

Am Dienstag wird gebraut. Zaubertränke müssen es sein und was für welche! Ob ein Zeitreise-Trank, ein Mit-den-Tieren-reden-können-Trank oder ein Stark-wie-ein-Löwe-Trank. Die Phantasie der Kinder kennt keine Grenzen!

 

Nur noch abfüllen, und schon ist der Trank bereit um mit nach Hause genommen zu werden!

Am Mittwoch dann die grosse Überraschung – ein echter Zauberlehrling kommt zu Besuch und zeigt uns einige Tricks. Aber das beste ist – zwei Tricks verrät er uns und wir üben zusammen, bis auch wirklich niemand mehr entdecken kann, dass es ein Zaubertrick ist!

Am Donnerstag dann wird noch einmal aufs härteste gearbeitet.

Harte Arbeit: Wie Krabat und seine Mitgesellen waren auch die Kinder fleissig am Getreide malen. Tja, so einfach wie sie zuerst gedacht haben, ist es nicht, das Korn durch die Mühle zu drehen um echtes Mehl zu erhalten.

Aber für uns hat sich die Arbeit allemal gelohnt. Mit dem selber gemalenen Mehl geht es ab an die Aare, wo bereits Feuer gemacht wurde. Das Mehl geben wir zum Schlangenbrotteig, so kann nichts mehr schief gehen. Jetzt nur nicht anbrennen lassen – oder vielleicht doch? Einige finden ja genau dann das Brot am besten, wenn es ein bischen verbrannt wurde.