Wer kennt das nicht – man will unbedingt etwas erzählen, kann es aber nicht.
Je eindimensionaler die Sprache daherkommt, desto überwältigender das, was wir Vorstellungskraft nennen!
Mit Malina wird ein mutiges Stück Theatergeschichte auf der Vidmar 2 weitergeschrieben. Mutig, weil es immer schwierig wird, wenn man einen üppigen Roman voller Poesie, abschweifender Gedanken und sinnbildlicher Symbolik auf dieser kleinen aber feinen Bühne isnzenieren will. Die junge Regisseurin Mizgin Bilmen hat sich dieser Herausforderung gestellt und schafft Theater voller Substanz, Assioziationen und Geschichten.


Premiere am 17. Januar 2018
Weitere Vorstellungen:
14. , 21.03, 18., 25.04.
Altersempfehlung ab 16 Jahren
Schulklassentarife: 10.–/Person (Weitere Infos)
Für Nachgespräche: vermittlung@konzerttheaterbern.ch


Von der Romanvorlage von Ingeborg Bachmann zur Bühnenfassung von Dr. Sophie-Thérèse Krempel

Malina ist insofern besonders, als dass sich an diesem Projekt der Prozess einer solchen Arbeit also das ganze Drumherum klar ablesen lässt. Der künstlerische Weg vom Roman zur endgültigen Bühnenfassung ist hier einmal mehr nicht nur „Formsache“, sondern zeigt buchstäblich den ganzen abwechslungsreichen Schaffungsprozess. Am Anfang stand die  Romanvorlage der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Ein in der Tat nicht leicht zu lesendes Buch. Es geht um Identität, Geschichte, Nationalsozialismus, Überlebensstrategien und Literatur – mal leicht, verspielt, das einfache Leben beschreibend – mal schwer, verstörend und deprimierend.


Die Theaterfassung selbst war Auftrag von Konzert Theater Bern und stammt von der Dramaturgin Dr. Sophie-Thérèse Krempl. Sie lieferte die Fassung, dramatisierte die Bilder, adaptierte Texte und Stimmungen, schrieb Regieanweisungen und strich Passagen. Die Regisseurin Bilmen stimmte diese auf ihre Ideen ab. Alles im Dienste der Kunst – der Geschichte, die, mag sie noch so schwer sein, irgendwie erzählt werden will und kann. Das Theater über viele Mittel und Stile zu erzählen weiss, wird einmal mehr deutlich. Allein wegen der Bühne und den Kostümen lohnt sich ein Besuch und lässt im nachhinein viel Raum für Interpretationen von Anspielungen.

„Sich selbst ein Bild davon zu machen“ trifft wohl den Theaterbesuch von Malina wortwörtlich am besten. Vor allem dann, wenn man bereits etwas über Bachmanns Vergangenheit und die Romanvorlage weiss. Ein Nachgespräch im Schulrahmen ermöglicht eine Vertiefung und Nachbereitung des Gesehenen, klärt Fragen, regt kreativ an, wird von der Theaterpädagogik angeboten und wärmstens empfohlen!

 

 

 

Als er im frühjahr die suche nach music ghostwriting jobs einer passage wieder aufnehmen wollte, meuterte seine mannschaft