Othello bleibt ein Rätsel. Was treibt ihn in den rasenden Wahnsinn der Eifersucht und lässt ihn alles vernichten, zuletzt sich selbst? Man könnte sagen, es sei die Intrige des Bösewichts Jago. Aber warum fällt Jagos erfundene Verdächtigung auf fruchtbaren Boden? Welche Saite schlägt er so geschickt an in der Seele seines Generals?


Premiere am 6. November 2015, 19:30h
Stadttheater Bern (Wegbeschreibung)
Ab 14 Jahren 

Deutsch 
Schulklassentarife: 15.–/Person (Weitere Infos)


Inhalt:

Othello ist ein geschätzter und erfolgreicher Feldherr in der venezianischen Armee und furchtbar verliebt in Desdemona. Die Beiden wollen keinen Tag mehr ohne einander verbringen. Sie heiraten ohne das Wissen und vor allem ohne die Einwilligung von Desdemonas Vater Brabantio, der ihnen das sehr übel nimmt. Als ein Angriff der osmanischen Flotte auf Zypern erwartet wird, wird Othello dorthin geschickt, um die Insel zu verteidigen. Seine Frau und seine engsten Vertrauten (sein Fähnrich Jago mit dessen Frau Emilia, der neue Leutnant Cassio und Rodrigo) begleiten ihn.

Othello sieht Jago als seinen besten Freund und den Menschen, dem er am meisten vertraut. Jago aber wollte unbedingt Leutnant werden und ist enttäuscht von und wütend auf Othello, weil dieser die Stelle dem unerfahrenen Cassio gegeben hat. Er will Rache. Unterstützung holt er sich für seine geplante Intrige von Rodrigo, der unglücklich in Desdemona verliebt ist und hofft, Othellos Platz in ihrem Herzen einnehmen zu können, sobald dieser scheitert.

Die Intrige sieht so aus: Sie füllen Cassio ab und Rodrigo verwickelt ihn in einen Streit, der ihn wiederum Othellos Zorn aussetzt. (Dieser hasst es, wenn seine Männer undiszipliniert sind und unkontrolliert werden) Dem verzweifelten Cassio rät Jago dann, über Desdemona wieder Othellos Gunst zu gewinnen- denn sie sei die heimliche Chefin. Um Othellos Eifersucht zu wecken, erzählt er ihm Lügen über Cassio und richtet es so ein, dass dieser mitbekommt, wie Cassio und Desdemona sich treffen. Und als letzten Beweis schmuggelt er das Taschentuch, das Desdemona verlor und Emilia auf dem Boden fand, in Cassios Tasche. Dieses Taschentuch hatte Othello seiner Desdemona geschenkt und er sieht es als den ultimativen Beweis für ihren Verrat an ihm, dass sie es Cassio «schenkte». Rasend vor Wut erwürgt er sie. Emilia, die ganz genau weiss, wie unschuldig und treu Desdemona ihren Othello geliebt hat, erkennt Jagos Intrige und erzählt Othello alles, was sie weiss. Daraufhin wird sie von ihrem Ehemann ermordet und er wird verhaftet.

Als Othello seinen Irrtum begreift, bringt er sich um.

Othello am Theater Bern - Othello und Desdemona stehen zu ihrer Liebe

Othello und Desdemona im Schauspiel am Konzert Theater Bern

Zur Inszenierung:

Othello ist schwarz. Zur Zeit, als William Shakespeare dieses Stück geschrieben hat (1603 oder 1604), war das ein wichtiger Fakt. Damals galten Menschen, die nicht aussahen, wie die Mehrheit, als anders, minderwertig und meist auch als bedrohlich. Besonders vor schwarzen Männern hatten viele Menschen Angst. Trotzdem hat Shakespeare Othellos Charakter aufrichtig und edel gezeichnet und macht ihn zum erfolgreichen und vertrauenswürdigen Kriegsherrn.

Oft war der Darsteller, der den Othello spielte, ein weisser Schauspieler, der schwarz „gefärbt“ wurde. „Blackfacing“ nennt man diese Praktik und sie ist mittlerweile nicht nur verpönt sondern wird als rassistischer Akt scharf verurteilt. In unserer Inszenierung wird der Othello von Ramses Alfa gespielt, einem Schauspieler aus Togo. Er ist nicht nur schwarz, sondern kommt tatsächlich aus einer anderen Kultur, ist also tatsächlich ein Fremder bei uns in Bern – wie Othello ein Fremder war bei den Venezianern. Ramses‘ Othello spricht Deutsch mit französischem Akzent und manchmal, wenn die Emotionalität der Figur hochkocht, spricht er auch Französisch oder Ewe (eine der Amtssprachen in Togo). Trotzdem verstehen wir als Publikum jederzeit, womit seine Figur ringt, denn trotz allen Unterschieden sind menschliche Gefühle etwas universales.

Othello am Theater Bern - Jargo trägt den wahnsinnig gewordenen Othello weg

Crew:

Regie: Claudia Meyer

Bühne: Bettina Pommer

Kostüme: Henriette Müller

Musik: Michael Wilhelmi

Dramaturgie: Stephanie Gräve

Othello, General der venezianischen Armee: Ramsès Alfa

Desdemona, Othellos Frau: Mariananda Schempp

Jago, Othellos Fähnrich: David Berger

Brabantio, ein venezianischer Senator, Vater Desdemonas: Stéphane Maeder

Cassio, Leutnant Othellos: Arne Lenk

Roderigo, ein junger Venezianer: Lukas Hupfeld

Montano, ein Offizier: Tobias Krüger

Emilia, Jagos Frau: Sophie Melbinger

Bianca, eine Prostituierte: Milva Stark

Trailer

 

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