Auch in dieser Spielzeit luden wir unsere Theaterbotschafter*innen und weitere Lehrpersonen zum Stage-Café ein. Das Ziel der Veranstaltung war es, den Austausch zwischen Kunstschaffenden von Konzert Theater Bern und Lehrpersonen aller Schulstufen zu stärken. Aus allen vier Sparten besuchten uns Dramaturg*innen, Künstler*innen und Musiker*innen. In der gemütlichen Atmosphäre des Foyers im Stadttheater tauschten sich alle darüber aus, wie sich die gute Zusammenarbeit weiter verbessern liesse. Als Ausgangspunkte für die angeregten spartenbezogenen Diskussionen dienten Leitfragen.

Was macht für Sie persönlich die Einzigartigkeit jeder Sparte aus?

Diese Einstiegsfrage zeigte, dass alle anwesenden Personen etwas verband: Das Feuer für das Theater und das Konzert. Die Anwesenden waren sich einig, dass Leidenschaft für die Sache – oder passion wie jemand auf die beschreibbaren Tischtücher notierte – die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermittlungsarbeit ist. Nur wer Feuer hat, kann es auch weitergeben. Weiter kristallisierten sich durch diese Einstiegsfrage schnell Eigenheiten jeder Sparte heraus.


Schauspiel

Sprache

Macht Texte lebendig und dadurch alte Texte aktuell

Ein live-Erlebnis; jede Vorstellung ist anders -> ein flüchtiges Erlebnis

Schauspiel als Dialog zwischen Publikum und Bühne.

Was hilft?

Vorstellungsvorbereitende Gespräche

Gespräche mit Schauspielerinnen oder Schauspielern: Persönliche Begegnungen als Anknüpfungspunkte für Schülerinnen und Schüler

Was fehlt?

Schulfreundliche Vorstellungszeiten

Musicals


Oper

Musik, Stimmung, Gefühlsausbrüche

Abtauchen in andere Welt

Gesang

Was hilft?

Anknüpfen an Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler

Bezugspunkte zum Unterricht

Was nervt?

lange Aufführungsdauern / langsames Erzähltempo

Was funktioniert?

Bekannte Opern

Werke, zu denen es auch Sprechtheatertexte gibt

Was fehlt?

Schulfreundlich Vorstellungszeiten auch für „grosse“ Opern


„Da ich vor Jahrzehnten schon mit Gymnasiast*innen ins Theater ging, kann ich gut nachvollziehen, wie sich die Theaterpädagogik entwickelt hat: Am Anfang gab es sie noch gar nicht, und der einzige Pluspunkt, der für die Schüler*innen erkennbar war, war der reduzierte Eintrittspreis. Ganz anders heute, nachdem sich die Theaterpädagogik während der Jahre Schritt für Schritt entwickelt hat: Wir Lehrkräfte spüren das Engagement und das Interesse an unserer Arbeit, die wir in der Schule leisten. Wir sind nun in der Tat „angedockt“ ans KTB und fühlen uns wahrgenommen und geschätzt.“ – M. Wille, Gymnasium Lerbermatt


Tanz

Emotionen ohne Worte ausdrücken

Innenwelt nach aussen stülpen

Was fehlt?

Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern und Tänzerinnen und Tänzern nach der Vorstellung

Was hilft?

Compagnie-Workshops zu jeder Produktion


Konzert

eine Art Meditation

Augenweide

Was hilft?

Konzerteinführungen

Geduld und Hartnäckigkeit als Theaterbotschafter*in

Was funktioniert?

Musik.Punkt.Zwölf

Probenbesuche


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