Ein aufregendes Erlebnis erwartet uns am zweiten Symphoniekonzert dieser Spielzeit! Das Berner Symphonieorchester wird je ein Werk von Arnold Schönberg und Robert Schumann aufführen und teilweise inszenieren. Um Schönbergs erschütternde «Erwartung» angemessen darzustellen, wird sogar das Casino umgebaut. Man kann also gespannt sein!


Konzerte am 21. sowie 22. Oktober 2016, 19:30h
Kultur Casino Bern (Wegbeschreibung)
In deutscher Sprache

Schulklassentarife: 15.–/Person (Weitere Infos)


Mitwirkende

Dirigent Heinz Holliger

Sopran Magdalena Anna Hofmann

Sprecher Thomas Thieme

Chor Chor Konzert Theater Bern

Orchester Berner Symphonieorchester

 

Konzertprogramm

 

ARNOLD SCHÖNBERG 1874 – 1951
«Erwartung» op. 17, musikalisches Monodram (1909) (30’)

Arnold Schönberg ist 1874 in Wien geboren und war einer der einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er war die zentrale Figur der sogenannten Neuen Wiener Schule und mit seiner Zwölftontechnik Vorreiter unter den atonalen Komponisten. «Erwartung» ist sein erstes Bühnenwerk. Er hat dieses zwar bereits 1909 geschrieben, doch wurde es erst 1924 uraufgeführt.

Handlung:

Eine junge Frau irrt bei Mondschein durch einen dunklen Wald auf der Suche nach ihrem Geliebten. Plötzlich stösst sie mit dem Fuss an eine Leiche und muss feststellen, dass es sich dabei um den Gesuchten handelt.


 

ROBERT SCHUMANN 1810 – 1856
«Manfred» op. 115, Melodram nach Lord Byrons Dichtung (1848 / 49) (60’)

Als Schumann mit der Arbeit an «Manfred» begann, hatte er «etwas ganz Neues und Unerhörtes» im Sinn. Und zwar die gleichberechtigte Verbindung von Musik und dramatischem Gedicht. Als Vorlage wählte er das Gedicht «Manfred» von Lord Byron. Es handelt sich dabei um ein Schauergedicht von 1817. Einer Zeit, in der in England Gespenstergeschichten sehr populär waren. Schumann kürzte die Vorlage und stellte einzelne Szenen um, so dass schlussendlich ein Werk mit einer Ouvertüre und drei Abteilungen vorlag. Während die Ouvertüre zum Konzertrepertoire gehört und regelmässig zu hören ist, ist die Aufführung des gesamten Werkes eine Seltenheit. Umso mehr darf man sich auf die beiden Konzerte freuen!

 

 

Ouvertüre. Rasch – Langsam

I. Abteilung

1. Gesang der Geister. „Dein Gebot zieht mich heraus“ (SATB)
2. Erscheinung eines Zauberbildes. „O Gott, ist’s so, wenn du nicht Wahnbild“
3. Geisterbannfluch. „Wenn der Mond auf stiller Welle“ (Vier Bass-Stimmen)
4. Alpenkruhreigen. „Horch, der Ton!“

II. Abteilung

5. Zwischenaktmusik. Mässig
6. Rufung der Alpenfee. „Du schöner Geist mit deinem Haar“
7. Hymnus der Geister Ariman’s. „Heil unsrem Meister!“ (Chor)
8. Chor. „Wirf in den Staub dich“
9. Chor. „Zermalmt den Wurm“
10. Beschwörung der Astarte. „Schatten! Geist! Was immer du seist“
11. Manfreds Ansprache an Astarte. „O höre, hör‘ mich. Astarte!“

III. Abteilung

12. „Ein Friede kam auf mich“
13. Abschied von der Sonne. „Glorreiche Scheibe“
14. „Blick‘ nur hierher“
15. Schluss-Szene. Klostergesang. „Requiem aeternam“ (Chor)

 

 

 


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Selbstportrait von Arnold Schönberg